Letztes Feedback

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

pH-Wert

Genaue Informationen zu diesem Thema findet man nicht mal in wissenschaftlichen Büchern, ich berichte nur über meine persönlichen schmerzhaften Erfahrungen und Rückschlüsse daraus.

Damit ich erfahre, welche Bedeutung pH-Wert im Wurzelbereich der Orchideen hat, mussten ein Paar Pflanzen ins Jenseits befördert werden, andere konnte ich noch retten.

Bei pH-Wert unter 5,5 lösen sich unsere Zähne im wahrsten Sinne des Wortes auf. Natürlich nicht sofort und nicht in kurzer Zeit, dem entgegen wirkt der Speichel, dessen pH-Wert zwischen 6,5 und 6,9 liegt und bei Stimulation der Speicheldrüsen ansteigt. Aber die Zähne werden durch die von Bakterien gebildeten Säuren krank. So fühlen sich auch die empfindlichen Wurzel von Paphiopedillum, die an das Leben an Kalkfelsen angepasst sind, wenn sie in die allgegenwärtigen sauren Pinienrinde gesteckt werden. Ja, nicht alle Frauenschuhe sind Litophyten, aber auch die Epiphyten unter diesen leben im Humus in Spalten, und Humus ist neutral.

Meinen ersten Frauenschuh habe ich natürlich in die Orchideenerde aus dem Baumarkt eingepflanzt, wo denn sonst. Schön, das er überhaupt überlebt hat, bis ich gelesen habe, daß die Paphiopedillen kalkbedürftig sind. Die Blätter hingen vom Topf herab und wurden immer schlapper. Bereits nach der ersten Kalkgabe ging es bergauf, kurz darauf kam die erste Blüte, mittlerweile hat die Pflanze beachtliche Größe erreicht und die neuen Blätter stehen wie eine Eins. Das kann natürlich auch nicht am pH-Wert-Anstieg liegen, sondern am gedeckten Kalzium-Bedarf. Die Pflanze wächst übrigens seit geraumer Zeit in Blumenerde-Lavamulch-Gemisch.

Ähnliche Geschichte passierte aber mit Zygopetalum (höchstwahrscheinlich Galeopetalum Giant Rhein Moonlight), und der Pflanze fehlte definitiv an nichts. Die wurde mit von mir nach wissenschaftlichen Erkenntnissen erstellen Mischung gedüngt, die benutze ich auch jetzt zur vollsten Zufriedenheit meiner Orchideen. Nur jetzt ist die übliche Blumenerde im Topf und die Pflanze wächst zusehends und blüht öfters, ich habe die sogar teilen müssen, so hat die sich verbreitet. Und damals war es - was kann es denn sonst gewesen sein - Orchideenerde, und die Pflanze erstarrte, war irgendwie weder tot noch lebendig, überhaupt kein Wachstum, aber auch kein Eingehen. Bis ich Guanokalong in den Boden eingearbeitet habe. Ich habe eine Weile mit organischen Düngern rumexperimentiert, bei Hanfzüchter-Forum habe ich gelesen, Fledermaus-Guano gibt den Pflanzen alles, was die brauchen. Nach dem Beimischen von Guano entwickelte sich die Pflanze rasant und erblühte bald. Erst später habe ich begriffen, das es auf Neutralisierung der Säuren im Boden zurückzuführen ist, zunächst habe ich an pH-Werte überhaupt nicht gedacht und nichts gemessen. Ich habe dummerweise an wundersame Wirkung von Guano geglaubt, womit wir schon beim traurigen Teil der Geschichte sind. Ich habe eine Cattleya geteilt und dem Substrat dabei ordentliche Portion Guano beigemischt. Kurz darauf hatten die Pflanzen keine gesunden Wurzel mehr, alles verfault, und ich konnte nicht verstehen, woran es liegt. Gleichzeitig besprühte ich einen Teil meiner Vandeen mit Guano-Teelösung. Gott sei Dank nicht alle, eine Brunnea, eine Deninsoniana und ein Paar Hybride. Die Wurzel wurden hölzern und die Pflanzen vertrockneten. An Überdüngung konnte es nicht legen, die Messungen ergaben niedrige Salzkonzentration, dafür war aber pH-Wert der gebrauchsfertigen Lösung 8,2. Erst dann war mir alles klar.

Jetzt achte ich auf die pH-Werte des Substrats und der Gieß- bzw. Sprühlösungen und alles ist im grünen Bereich. Und bei der Wahl des Substrats für eine neue Pflanze erkundige ich mich über die natürlichen Lebensbedingungen der Gattung bei Hybriden bzw. der Art bei Naturformen. Dabei hat sich Wikipedia als weniger vertrauenswürdige Quelle erwiesen als z.B. IOSPE.

Für die Messungen würde ich Tropftest oder gutes altes Lackmuspapier empfehlen, mit dem einen Messgerät, das ich habe (Adwa AD12), bin ich total enttäuscht, Abweichungen von richtigen Werten sind gigantisch

29.8.16 16:04

Letzte Einträge: Spurenelementversorgung

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen